Heimat und Welt Projekt_2022

Heimat und Welt - Otthon és világ


Künstlerinnen-Austauschprojekt zwischen Bremen und Budapest, 2016 - 2022

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Ziel des Projektes ist die Förderung von Austausch und Vernetzung, die Anregung von Diskussion über (kulturelle) Identität. Initiiert von Doris Weinberger und Emese Kazár ging das Projekt in September 2016 in Budapest in die erste Runde. Die abschließende Runde mit Claudia Piepenbrock und Tímea Piróth fand im Januar 2022 in Budapest statt.



Theresia und Elisabeth – die Braut des Boulevards


Künstlerbuch, mit einem Begleittext von Verena Borgmann, 2020

»Das Heft Theresia und Elisabeth mutet wie ein klassisches Brautmodemagazin an – eine Hochglanzbroschüre mit royalem Namen, dezent und geschmackvoll gestaltet, auf gehobene Ansprüche ausgerichtet. Doch schon auf dem Cover wird deutlich – die Braut bröckelt.« – schreibt die Kunsthistorikerin Verena Borgmann über das Künstlerbuch von Emese Kazár.

 

Mit ihrem Projekt Theresia und Elisabeth liefert Kazár einen Denkanstoß, über Kategorien von Weiblichkeit – und Männlichkeit – nachzudenken, darüber, was diese Begriffe heute bedeuten und durch was sie sich manifestieren.


(Auszug aus dem Pressetext, Gerhard Marcks Haus, Bremen)

Ecce homo – Der Mensch und sein Bild


Künstlerstipendium der Bremischen Evangelischen Kirche, April 2019 – Januar 2020
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„Wer ist der Mensch, den wir sehen, wenn wir das Bild Jesu betrachten? Was bedeutet für uns dieses Bild heute? Mit den Mitteln der Malerei, durch die Aneignung der christlichen Ikonografie möchte ich diese Fragen und die (Un)Möglichkeit des Porträts im Kontext der Kirche zur Disposition stellen.“ (Emese Kazár)

Der Nashornvogel


Wie privat ist Malerei? Gibt es eine Grenze zwischen der Künstlerin und dem von ihr gemaltes Bild?


Um diesen Fragen nachzugehen habe ich mich für fünf Wochen komplett zurückgezogen und zu Hause auf einem PVC-Bodenbelag gemalt. In dieser Zeit habe ich mich von meinem Partner versorgen lassen – ähnlich wie das Weibchen des tropischen Hornvogels, das in der Brutzeit in einer Baumhöhle eingemauert vom Männchen ernährt wird. Das Ergebnis des Projektes ist eine Installation, welches eine doppelte Rückkopplung auf das Private erzielt. Zwei kleinformatige Gemälde, die Ausschnitte nackter Frauenkörper als Zeugnisse vermeintlicher Selbstbetrachtungen zeigen habe ich mit dem PVC-Bodenbelag als Dokumentation des Mal-Aktes zusammengeführt.


2013/2019, Raum, zwei Gemälde (Öl auf Holz), PVC-Bodenbelag, verschiedene Maße. Installationsansicht: Projektraum Güterbahnhof/Gleishallen, Bremen, 2019. Foto: Lukas Klose